Teil eines Werkes 
2. Theil (1831)
Entstehung
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Darum mein' ich nun, wenn es eine ſo furchterliche Todſuͤnde ſei, katholiſch zu werden, wie unſere Pre⸗ diger ſagen, ſo haͤtte es Ceſar ſicherlich nicht gethan. Auch ſagt man ja, der Herr du Froiſſet ſei das klugſte von allen Kindern des Buͤrgermeiſters geweſen, und doch ging er hernach auch zu den Papiſten.“

„Der Heftigkeit Deiner Liebe allein kann ich die gottesläͤſterlichen Gedanken verzeihen, welche in Dir aufgeſtiegen ſind. Du biſt auf Irrwege gera⸗ then, Jeannette. Ceſar und ſein Vater ſind große Suͤnder, und Gott wird einſt ſchwer mit ihnen in's Gericht gehen, wenn ſie ſich nicht bekehren und zum wahren Lichte des Glaubens zuruͤckwenden. Dein Glaube ſteht nicht feſt, Jeannette; Dich koͤnnte Ceſar mit einem Worte abtruͤnnig machen und ſich nach ins Verderben hinabziehen.“

„Ja, beſte Mutter, ich muß Euch Alles beken⸗ nen, denn vor Euch liegt mein Herz offen und frei. Euch kann ich gar nichts verbergen. Als Ceſar Botſchaft an mich ſendete nach la Rochelle und mich bitten ließ, nach Paris zu kommen, da waͤr' ich gerne gegangen.“

„Du haſt mir davon noch nichts Ausfuͤhrliches erzaͤhlt. Welche Bewandtniß hatte es mit dieſer Botſchaft?“

„Seht, als Ceſar mit dem Prinzen Condé und

dem Admiral und all den calviniſtiſchen Edelleuten,

die ſeine Warnung vor den Nachſtellungen der Koͤ⸗ nigin gerettet hatte, in la Rochelle anlangte, da wollte