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mir Henriette vertraut. Dann wirſt Du Ceſars gluͤckliches Weib.“
„Wer daran glauben koͤnnte! Aber er wird ein Papiſt bleiben wollen und dann darf ich ja doch nicht.“ „Wuͤrdeſt Du ihm denn auch als Katholik an den Traualtar folgen?“
„Geſteh' ich's Euch nur, theure Mutter. Ja, ich wuͤrde ihn lieben und heirathen, und wenn er ein Tuͤrk geworden waͤre.“
„Kind, Du erſchreckſt mich mit der Heftigkeit Deiner Liebe. So ſollte eine ſo fromme Calviniſtin
keinem Manne zugethan ſein.“
„Iſt das Eure wahrhaftige Meinung, Mutter? — Ach Gott! ich armes Maͤdchen weiß ja nicht, was Recht oder Unrecht iſt, mein Herz gluͤht auf bei dem Gedanken an ihn, es wallt ihm entgegen, es lebt nur in ihm, und es fragt nicht, ob er
die Predigt oder die Meſſe hoͤrt. Man hat mir
zwar von Jugend auf geſagt und ſtets wieder geſagt, es ſei eine der groͤßten Suͤnden, katholiſch zu werden. Aber ſeht, ſeit einiger Zeit bin ich ganz irre gewor⸗ den in meinen Gedanken. Ceſar war ſo klug, ſo verſtaͤndig, wie wenig Leute in la Rochelle; er wußte beſſer, als die meiſten, was eine Suͤnde war und was keine, und gar Vieles hielt er fuͤr keine Suͤnde, was Andere dafuͤr hielten, und wenn er mir's mit ſeinen klugen Worten recht klar machte, ſo ſah ich's ein, daß er Recht und die Uebrigen Unrecht hatten⸗


