Teil eines Werkes 
2. Theil (1831)
Entstehung
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ſtrebende Idee vergeiſtige. Schweigend wandelten die beiden Freundinnen neben einander und ohne Worte verſtanden ſie ſich in dieſen Augenblicken der Weihe, denn zu gleicher Zeit naͤßten ſich ihre Augen,

aber die hervorquellenden Perlen truͤbten ſie nicht.

„Du biſt ſo traurig heute, meine liebe Jean⸗ nette,“ ſagte Madame Dallain und druͤckte der juͤn⸗ gern Freundin theilnehmend die Hand, gleichſam, um

badurch anzudeuten, daß ſie ihr die Antwort erſparen

wolle.

Jeannette brach in lautes Weinen aus.„O Mutter!“ rief ſie:„Heute fuhle ich es recht ſchmerz⸗ lich, daß er auf ewig fuͤr mich verloren iſt.“

„Auf ewig, Kind? Sage das nicht. Bei Gott iſt kein Ding unmoͤglich, das weiß ja meine fromme, gottergebene Jeannette. Es kann ſich mit der Zeit noch gar Vieles aͤndern.“

„Meint Ihr? O ich moͤchte wohl gerne hoffen; denn was hofft man nicht, was man wuͤnſcht. Aber es iſt ja Alles vergebens. Er kann nun nie der Meine werden.“

„Dieſer unſelige Buͤrgerkrieg muß doch einmal beendigt werden, die Calviniſten muͤſſen ſich Glau⸗ bensfreiheit erkaͤmpfen, wie in Deutſchland, ſo will es Gott der Herr und die Ordnung der Dinge⸗ Wenn nur erſt ein rechter und wahrhaftiger Friede geſchloſſen iſt, dann will der alte Buͤrgermeiſter ſelbſt nach Paris zu ſeinem Sohne und meinen Kindern, um ſie Alle nach la Rochelle zuruͤckzufuͤhren, ſo hat