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lange herum, bis ſie nach mancherlei Widerwaͤrtig⸗ keiten und boͤſen Erfahrungen, in die Dienſte des gelehrten Herrn von Ronnell gekommen war. Ihr Betragen gefiel ihm und er wuͤnſchte, daß ſie ſeinen Haushofmeiſter Dallain heirathete. Sie empfand nichts fuͤr den Mann, doch war er ihr auch nicht zuwider. Ihre Geſchichte war demnach die von tau⸗ ſend gefuͤhlvollen vom Leben betrogenen Herzen. Dallain war vor mehreren Jahren geſtorben; ſie hatte ihm keine Kinder geſchenkt. Seitdem hatte ſie im Schloſſe alle Geſchaͤfte ihres Mannes zur groͤßten Zufriedenheit ihres Gebieters verſehen, und ſo war ſie denn mit ihrer Liebe und ihrem Schmerze alt geworden. Zwei Wuͤnſche hatte ſie nur fuͤr die Dauer ihres Lebens noch gehabt; ihre Geſchwiſter, vorzuͤglich die juͤngeren, die ſie ſehr geliebt, und dann ihre eigenen Kinder, noch einmal wieder zu ſehen. Ein Theil dieſer Wuͤnſche war ſchon in Erfuͤllung gegangen, und ſie hegte alle Hoffnung, ſie ganz gewaͤhrt zu ſehen.
Charlots Geneſung ging langſam aber ſicher vor ſich; ſeine Wunde war lebensgefährlich geweſen und nur dem Zuſammentreffen ſolch guͤnſtiger Umſtaͤnde und der ſorgſamen Pflege der Liebe war ſeine Erhal⸗ tung zuzuſchreiben. Henriette wich nicht vom Lager des geliebten Freundes, ſein dankbarer Blick entzuͤckte die Beſorgte. Unvermerkt wob ſich das Band, wel⸗ ches fruͤher ſchon ſchnell ſich um ihre Herzen ge⸗ ſchlungen, feſt und feſter, und obgleich die Lippen
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