Teil eines Werkes 
2. Theil (1831)
Entstehung
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Ruhe. Joſephe mußte verſprechen, am folgenden Tage ihre Schickſale mitzutheilen.

Geſtaͤrkt, wie noch keinmal ſeit dem verhaͤngniß⸗ vollen Abende, an welchem er beſinnungslos in das Schloß gebracht worden war, erwachte Theophile am andern Morgen. Chretien hatte ſchon lange auf ſeine erſte Bewegung gelauſcht; jetzt ſprang er erfreut vom Lager, kleidete ſich ſchnell an und half ſeinem väter⸗ lichen Freunde im Bette auf. Dann eilte er fort, gleichſam, als habe ihm niemals etwas gefehlt und kehrte mit den Andern zuruͤck. Henriette und Jeannette hatten dem Schloßbeſitzer bereits ihre Auf⸗ wartung gemacht. Der Arzt nahm ſeine Operatio⸗ nen von Neuem vor, aber der geſchickteſte und ſchnellſte Helfer war hier die Liebe. Und umſtand ſie nicht in ihren verſchiedenſten Geſtaltungen das Lager? George, Chretien, Joſephe, Henriette, Jeannette, ja Pierre, liebten ſie nicht Alle den edlen Schmied innig und wahr, jedes auf eine andere Weiſe; und liebte er nicht jedes von ihnen eben ſo warm und treu, doch auch mit ganz verſchiedenen Gefuͤhlen?

Joſephe erzaͤhlte auf Aller Bitten, was ihr ſeit der Verſtoßung aus d'Albans Hauſe begegnet war. Die Frau d'Alban hatte ſich zwar uͤber die vermeint⸗ liche Schande todt geaͤrgert, Joſephen aber vorher noch ihrer Kinder beraubt und die troſtloſe Mutter in's Elend ſtoßen laſſen. Ihr Geliebter war lange gefangen gehalten worden. Huͤlflos wanderte ſie