Teil eines Werkes 
2. Theil (1831)
Entstehung
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Theophile,„denn ſie hat mich zeither mit ſo viel Sorgfalt gewartet. Ihr habt ja noch einen Kran⸗ ken, meinen Chretien; laßt auch ihm einen Theil Eurer Sorge zukommen.“

„O ich bin geſund, Hauptmann,“ rief dieſer ganz munter im Bette aufrecht ſitzend.„Morgen werde ich Euch mit bedienen koͤnnen, und mir das eben ſo wenig nehmen laſſen, wie die gute Frau Joſephe.“

„Das edle Fraͤulein d'Alban wird uns auch

nicht verdraͤngen wollen; ich kenne ihr Herz zu gut.

Es wird ſich ſeit neunzehn Jahren nicht geaͤndert haben,“ ſagte Madame Dallain mit thraͤnenweicher Stimme, faßte die Hand der ſie verwundernd an⸗ blickenden Henriette, preßte ſie heftig an ihre Bruſt und befeuchtete ſie mit dem Thau, der ihren Augen

reichlich entquoll. Henriette hatte bei dem Ton

ihrer Stimme aufgehorcht und ſie ſcharf in's Auge gefaßt; jetzt rief ſie ploͤtzlich:„Wie wird mir ſo ſon⸗ derbar zu Sinne beim Anblick dieſer Frau. Es weht mich an wie Träume aus meiner fruheſten Kindheit; es umgaukelt mich wie Jugendſpiele; laͤngſt entſchlafene Erinnerungen wachen wieder auf. Wie?— taͤuſcht mich nicht Alles, ſo ſeid Ihr——“

„Die ungluͤckliche Joſephe Vollart,“ ſagte Ma⸗ dame Dallain.

„Sie iſt's!“ rief Charlot mit ihr zu gleicher

Zgeit;„mein Herz hat es mir zugefluſtert.“

„Ceſars und Louiſens arme verſtoßene Mutter?“