Teil eines Werkes 
2. Theil (1831)
Entstehung
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mit; und noch ahne ich ein ſuͤßes Geheimniß, wel⸗ ches auch noch in dieſer Nacht die Fuͤlle ſeiner ſtillen Freuden uͤber uns ausgießen ſoll.“ Damit ſah er Madame Dallain bedeutend an; ſie verſtand ihn und winkte ihm freundlich zu.

„Herr Hauptmann,“ ſagte Henriette:„ich habe Euch Herrn Siroux, unſern beſten Arzt in la Ro⸗ chelle, mitgebracht, er wird zu Eurer baldigen Wie⸗ derherſtellung ſeine Kunſt aufbieten.“

„Wie ſeid Ihr beſorgt fuͤr mich! wie bin ich Euch dafuͤr verbunden!“ verſetzte Charlot mit einem zaͤrtlichen Blick auf die herrlich prangende Maͤdchen⸗ geſtalt.„Doch,“ ſetzte er bekuͤmmert hinzu:„ich ſeh' Euch uͤber und uͤber in ſchwarzem Flor und Trauergewand gehuͤllt. Welchen theuren Todten betrauert Ihr? Traͤuft mir immerhin in die Schale der Freude auch die bittere Gabe.“

„Wißt Ihr nicht, daß mein Verlobter in der Schlacht bei Montoncourt gefallen iſt?“

„Herr von Clement todt?“ rief Charlot beſturzt aus, und ein Gefuͤhl, wie von einer gluͤhend heißen Blutwallung, fuhr ihm durch die Bruſt.

„So iſt es,“ ſagte Henriette.„Er ſtarb fuͤr unſern Glauben. Doch laßt das. Euch hat ein guͤtiges Geſchick verſchont und den Lebenden gebuͤhrt unſere Sorge. Deshalb erlaubt, daß Jeanette und ich uns mit dem Arzte in Eure Pflege theilen.“

„Es wuͤrde der guten Madame Dallain wehe thun, wolltet Ihr ſie ganz ausſchließen,“ verſetzte