Teil eines Werkes 
2. Theil (1831)
Entstehung
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George und Pierre eilten dienſtfertig herbei, um der Dame vom Zelter zu helfen. Frau Joſephe hatte mehrere Fackeln herbeigebracht, in deren tothem Scheine man drei Frauen und drei Maͤnner erkannte. Zwei von den letzteren gaben ſich Pierre ſogleich als Die⸗ ner und alte Bekannte zu erkennen; ſie brachten mit ihm die Pferde zum Stalle und verharrten dort in traulicher Unterhaltung, waͤhrend die beiden erſten Damen ſich ihrer Reiſemaͤntel entledigten und der Dienerin uͤbergaben, dann in Begleitung des einen Mannes, von Frau Joſephe gefuͤhrt, und von George gefolgt, nach dem Krankenkabinet ſchritten.

Als die Thuͤr geoͤffnet wurde und Henriette her⸗ eintrat, breitete ihr Theophile ſeine Arme entgegen, ſtumm ging ſie auf ihn zu, beugte ſich zu ihm. herab und druͤckte ihm einen langen Kuß auf die bleiche Stirn. Als ſie ſich wieder erhob, drängte ſich die andere Dame zu ihm, er blickte auf und rief erſtaunt:„Schweſter Jeanette!“ und auch ſie lag an ſeiner Bruſt. Mit Ruͤhrung ſtanden Joſephe und George dabei und beleuchteten die Scene; die

Erſtere konnte nur mit großer Muͤhe eine gewaltige

Bewegung verbergen.„Wie froh und gluͤcklich bin ich nicht in dieſer Nacht geworden,“ ſagte der Kranke zwar noch mit ſchwacher Stimme, aber alle Geiſtes⸗ verwirrung ſchien gaͤnzlich verſchwunden;„erſt findet mein lieber d'Armevall ſeine Schweſter und nun erhebt mich Euer Beſuch, edles Fraͤulein, und mein

Gluͤck vollkommen zu machen, kommt meine Jeanette