gen Hut auf den Kopf und winkte Pierre, ihm die Leuchte nachzutragen. Frau Joſephe ſteckte dem Bruder den Schluͤſſel zum Thore zu, und begleitete Beide bis an die letzte Stufe der Hausthuͤre. George oͤffnete an der Pforte einen kleinen Schieber, ſah hinaus und erblickte, ſo gut die finſtre Nacht es vergoͤnnte, die Umriſſe mehrerer Reiter.
„Wer da? Wer begehrt um dieſe Zeit Einlaß?“ fragte der Offizier mit ſtrenger Baßſtimme.
„Gute Freunde,“ antwortete eine weibliche Stimme.„Sagt uns aber doch erſt, liegt hier der Hauptmann Theophile Charlot aus la Rochelle an ſeinen Wunden krank darnieder? Lebt er noch? Wie befindet er ſich?“ Die Fragen geſchahen mit einer ſolchen Haſt und wurden mit ſo bewegtem Tone geſprochen, daß man ihnen wohl anhoͤren konnte, wie viel der Sprecherin an dem fraglichen Gegenſtande gelegen ſei.
„Er liegt hier,“ verſetzte George,„und wir ſehen ſeiner Geneſung entgegen. Doch ſagt zuvor, wer Ihr ſeid, eh' Ihr Einlaß von mir begehrt.“
„Ich bin Henriette d'Alban, eine Freundin des Hauptmanns aus la Rochelle, und die mich umge⸗ ben, ſind lauter gute Rocheller, herbeigekommen, um ihrem edlen Landsmann zu dienen.“
George hatte in freudiger Haſt ſchon das Thor geoffnet, die Stimme war ſo uͤberzeugend, daß er nicht den geringſten Zweifel in die Ausſage ſetzte. Sechs Geſtalten zu Pferde paſſirten das Thor.


