Teil eines Werkes 
2. Theil (1831)
Entstehung
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halte es fuͤr des Himmels groͤßte Gunſt, daß er Dich in meinen ſpäten Lebenstagen mir noch zufuͤhrt, und erkenne es gern fuͤr einen reichen Erſatz großer Entbehrungen, die ich erdulden mußte.“

Freudig uͤberraſcht war d'Armevall aufgeſprun⸗ gen und hatte die wuͤrdige Matrone umarmt. Die ſchauerliche Geiſterſtunde wurde eine Wonne⸗ ſtunde fuͤr die ſich Wiedergefundenen; Pierre weinte vor Freuden, wie ein Kind. Chretien war uͤber die gerauſchvolle Scene erwacht und verlangte mit Unge⸗ ſtum den Grund derſelben zu wiſſen; Pierre theilte ſie ihm umſtaͤndlich mit, waͤhrend die Geſchwiſter ſich miteinander beſprachen, und bemerkte dabei, daß ſein Herr, der Hauptmann, wache und mit freude⸗ ſtrahlenden Augen das Geſchwiſterpaar ſtill betrachte.

„Nun erzähle uns auch Deine Schickſale, ge⸗ liebte Schweſter,“ ſagte George endlich zu Madame Dallain. Ein ſchmerzlicher Zug flog uͤber ihr Ge⸗ ſicht, aber da nach ſolchem Begebniß kein Auge in der Geſellchaft vom Schlafe heimgeſucht wurde, da auch Pierre und Chretien ſie mit Bitten beſturmten, ſo ſchenkte ſie die Glaͤſer noch einmal voll, reichte ſie den beiden Maͤnnern und begann:

„Es mag Euch aufgefallen ſein, lieber Pierre Arbet, daß ich ſo großen Antheil an Eurer Vater⸗ ſtadt la Rochelle und an dem Hauſe Eurer Herr⸗ ſchaft des Herrn Buͤrgermeiſters d'Alban genommen; Ihr ſollt jetzt erfahren, wie ich hierzu große Urſache habe. Als ich mein väterliches Haus verlaſſen mußte,