Teil eines Werkes 
2. Theil (1831)
Entstehung
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zu an Geiſt und Koͤrper unter der Mutter Pflege. Heimlich waren meine Pflegeeltern den Lehren des Calvinismus zugethan, und ich wurde natuͤrlich eben⸗ falls darin unterrichtet; ſpaͤter traten ſie oͤffentlich uͤber. Als nun die Religionskriege ausbrachen, waren meine hochbejahrten Eltern nicht nur meinem gluͤhenden Verlangen, fuͤr meinen Glauben zu ſtrei⸗ ten, nicht entgegen, ſondern die Mutter kleidete mich ſelbſt ein, der Vater bewaffnete mich, Emilie guͤr⸗ tete mir das Schwert um, und kuͤßte mich. Der Vater legte ſeine Haͤnde ſegnend auf uns, die Mut⸗ ter kuͤßte uns weinend. Ich ſchied von Emilien als meiner Braut und trat als Offizier unter Coligni's Fahnen. Im Felde lernte ich den edlen, tapfern Schmied kennen; er rettete mir das Leben; gleiche Geſinnungen fuͤhrten uns inniger zuſammen, wir wurden bald die beſten Freunde. Nach dem Frieden von Conjumeau zog ich mit den ſchoͤnſten Hoffnun⸗ gen heim und fand meine geliebte Emilie im Grabe. An mich gewoͤhnt, der ich mich noch nie von ihr getrennt hatte, war ſie bald nach meiner Abreiſe kraͤnklich geworden. Sehnſucht hatte die Bluͤthe ihres Lebens zerſtoͤrt. Bald begrub ich auch die Mutter; der Gram, ihren Lebenswunſch vereitelt zu ſehen, riß ſie dahin. Meine Wiederkehr ver⸗ klarte noch die letzten Tage ihres ſchoͤnen Lebens⸗ Der neue Ausbruch des Kriegs hatte mich wieder an meinen Poſten gefuͤhrt, ich fand meinen einzigen Freund wieder, und wir gelobten uns im Angeſichte