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tragen, daß ſein Lager ebenfalls in das Kabinet ge⸗ bettet wuͤrde. Die gute Frau Joſephe kam ſchnell herbei, umhalste den Wiedergefundenen und vergoß Freudenthraͤnen. Mit welcher Anhaͤnglichkeit ſie Chretien zugethan war, zeigte ſich in dieſen Augen⸗ blicken der Angſt und der Freude erſt deutlich; es war nicht anders, als umarme ſie ihren eigenen Sohn, und in ihrem Geiſte ſtiegen ſchmerzlich ſuͤße Erinnerungen auf. YPierre ſtand daneben und hielt eine umſtaͤndliche Rede, worin er nach gewohnter alter Weiſe des Breiten viel von ſeinem Schrecken, Verzweiflung, Ueberlegung und Entſchluͤſſen vor⸗ brachte. Niemand hoͤrte auf ihn, denn die Diener brachten ſchon Chretiens Bett; Frau Joſephe ließ es dicht an das des Hauptmanns ſetzen; geſchaͤftig brei⸗ tete ſie die warmen Decken aus, und ihre Bitten vermochten den Juͤngling, ſich niederzulegen. Char⸗ lot ſah mit ſtillem, heitern Laͤcheln zu. Im Kamine loderte bald die waͤrmende Flamme, Frau Joſephe brachte den beiden Kriegern ein ſchmackhaftes Abend⸗ brot und ein Paar Flaſchen alten Wein mehr als ſonſt, um den noch durch die Glieder leiſe bebenden Schreck vollends zu vertreiben und die Freude uͤber das glucklich uͤberſtandene Abentheuer zu feiern. Sie ſelbſt ſchlug ein Glas nicht aus, und da die beiden Kranken ſich ſo wohl befanden, uberließ ſich das ſorgſame, edle Kleeblatt befreundeter Menſchen dem uͤber ſie kom⸗ menden Frohſinn und der mittheilenden Geſprachigkeit. Pierre erzählte wieder lang und breit von den guten


