Teil eines Werkes 
2. Theil (1831)
Entstehung
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Kaum hatte ich mein Zimmer verlaſſen, als ich Pierre ſchon hinter mir hoͤrte; ich floh ſchnell und

ſah mich beim ſchwachen Schein der Lampe in einer 3

Kuͤche; hier verkroch ich mich hinter dem Feuerheerd. Pierre eilte an mir voruber in dies Kabinet, ich ſah Euch mit ihm daſſelbe verlaſſen und auch an mir voruͤber⸗

ſchreiten; ein Licht blieb hier zuruͤck. Kaum hattet

Ihr Euch entfernt, als ich eintrat und ſeitdem ſelige Augenblicke am Bette bieſes geliebten Nannes lebte; denn ich weiß ja nun, daß er lebt, und wir auch auf ſein ferneres Leben hoffen duͤrfen. Theophile hatte des Junglings Hand gefaßt, und ſagte plötzlich:Guter Chretien, iſt Henriette noch nicht da? Verwundert ſahen ihn die beiden Freunde an;

es ſchien mit einem Male Licht in ſeinem Geiſte ge⸗

worden zu ſein. Seine Zuͤge ſtrahlten verklaͤrt, ſein Auge leuchtete Freude.

Sie iſt noch nicht hier, antwortete George,

und bedeutete Chretien zu ſchweigen;aber ſie wird nun bald kommen.

Ja, dieſen Abend oder dieſe Nacht noch, ſetzte Charlot ſchwach hinzu, und verſank in ein ſtilles aber wie es ſchien, freundliches Nachdenken. George ſuchte Chretien zu bereden, daß er wieder in ſein Zimmer und zu ſeinem Lager zuruckkehre; aber der Juͤngling beharrte feſt auf ſeinem Willen, ſich nicht wieder von ſeinem väterlichen Freunde zu trennen⸗

George ging deshalb, um den Hausbewohnern ſein Auffinden zu verkunden, und zugleich Sorge zu