Teil eines Werkes 
2. Theil (1831)
Entstehung
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und zauberte ihm ein Gluͤck, an deſſen Verwirklichung er im ſtolzeſten Selbſtgefuͤhl, deſſen ſeine Beſchei⸗ denheit faͤhig war, nicht gedacht hatte. Dieſer Zuſtand wirkte aber von Anfang her gleich ſehr wohl⸗ thaͤtig auf die Nerven des Geſchwaͤchten; jede ge⸗ waltſame Anſpannung, welche von Fieberraſerei meiſt herbeigefuͤhrt wird, unterblieb, denn der Kranke lehte

ſelig mit dem einen holden Weſen im ſchoͤnſten

Verein, das er bald Louiſe, bald Henriette nannte. Chretien dagegen tobte gräßlich, die ſchwaͤrzeſten Bil⸗ der vom Schickſal der Seinigen, das man ihm zwar ſorgfaͤltig verhehlt hatte, das ihm aber jetzt in wunder⸗ baren Ahnungen aufging, folterten ſeine Seele; je friſcher ſeine Jugendkraft war, je mächtiger ſie rang, um ſo heftiger war auch der Kampf, aber dieſer auch um ſo ſchneller ausgekämpft. An ſeinem Bette ſaßen Pierre Arbet und Frau Joſephe im traulichen Zwie⸗ geſpraͤch; er erzaͤhlte ihr von Chretiens Verhaͤltniſſen, ſo viel er wußte, kam dann auf den Schmied, auf deſſen Schweſter, auf Ceſar, berichtete aus ſeiner Jugend, fuͤhrte Kleinigkeiten mit breiter Umſtaͤndlichkeit an, und waͤhnte in der vertraulichen Behaglichkeit, in die er durch ſeiner Zuhörerin aufmerkſames Weſen, ihre verſtaͤndigen Fragen und Zwiſchenreden und den großen Antheil, welchen ſie an ſeinen Erzaͤhlungen nahm, ſich in die Zeiten verſetzt, als er noch Abends in des Schmieds Haus ſchlich und mit der alten, guten Margot Saiſon die Zeit verplauderte. In dieſer Eintonigkeit verſtrichen die Tage; beide Kranke Storchs Fanatiker. II. 2