Teil eines Werkes 
2. Theil (1831)
Entstehung
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Wundbalſam zu beſtreichen. Schon hatte die Gute alle zum richtigen Verband noͤthigen Dinge beſorgt, und lauſchte nun mit aͤngſtlicher Spannung den lei⸗ ſen Athemzuͤgen des noch immer Ohnmachtigen. George verließ die Beſorgte, um nach Chrétien zu ſehen, er fand ihn mit offenen und zuruͤck⸗ gekehrtem Bewußtſeyn.

Wo iſt der Hauptmann? war bes Zingings erſte Frage, die er mit ſchwacher Stimme nur muͤh⸗ ſam hervorbrachte.

Ruhig, mein junger Freund, ſagte der Offi⸗ zier,er iſt hier im Schloſſe, befindet ſich wohl, und wuͤnſcht auch Euch bald wieder hergeſtellt; deß⸗

halb ſchont Euch.

Chretiens truͤbes Geſicht druckte Zweifel aus, doch ſchwieg er und ließ ſich ruhig verbinden. Noch in den ſpaͤten Abendſtunden ſtellte ſich ein heftiges Wund⸗ ſiebedſbei ihm ein; Madame Dallain, Pierre und George loͤſten ſich bei ihm und Charlot ab. Auch bei dem Letztern zeigte ſich Nachts noch das Fieber;

doch kam er vorher nicht zur Beſinnung. Die erſten

Worte, die er ſprach, erzeugte der Fieberwahnſinn; es waren zwei theure Namen, deren Identitat ihm jetzt mehr als je gewiß war, wie aus ſeinen verworre⸗ nen Aeußerungen hervorging. Das wunderbare, geheimnißvolle Spiel ſeines Geiſtes, ſich Louiſe und Henriette nur als eine Perſon zu denken, war jetzt nicht mehr durch die Wirklichkeit gehemmt, ſeine kuhne Phantaſie wandelte in den ſchoͤnſten Bildern