Pferd und fliche! Wir ſind gänzlich geſchlagen und die Papiſten werden uns gleich auf den Ferſen ſein.“
„Edler Herr Oberſt!“ rief der Diener mit wehmuͤthiger Stimme:„wie wuͤrde mich Eure ver⸗ ehrte Schweſter, Fraͤulein Henriette, empfangen, wenn ich ohne meinen Herrn und Jugendfteund heim⸗ kehrte, da ſie es ja war, die mich vermocht, meinen ruhigen Dienſt zu verlaſſen, und mit ihm in den Krieg zu ziehen? Ich muͤßte mich ja ſchaͤmen, vor ſie zu treten, da ich ihr beim Scheiden verſprochen, ihn wohl zu wahren, und entweder mit ihm oder gar nicht wieder zu kommen.“
„Und was iſt's mit Deinem Herrn, dem Haupt⸗ mann Charlot? Hat auch ihn die blutige Hand des Todes ergriffen?“ fragte der Oberſt d'Alban beſturzt.
Pierre wieß ſchweigend mit tiefbekummertem Blick nach der Staͤtte, wo die Verwundeten lagen. Der Oberſt eilte dorthin.„Ei ſeht, werther George d'Armevall!“ rief er dem noch mit Charlot beſchaͤf⸗ tigten Reiter zu:„Ihr erweißt dem edelſten Manne die letzte Freundespflicht. Treu im Leben und Tod; Ihr ſeid ein braver Freund. Hat der gute Charlot vollendet?“
„Er lebt noch,“ verſetzte der Reiter ehrerbietig; „doch athmet er nur ſchwach und die Wunde ſcheint mir ſehr gefährlich. Demohnerachtet hab' ich noch nicht alle Hoffnung aufgegeben, wenn wir ihn nur auf einem in der Nähe liegenden Schloſſe hatten,


