dann wollte ich leichter athmen, denn ich bin dort ſeiner beſten Pflege gewiß.“
„Aber er wird den Koͤniglichen in die Hände
fallen, und ihm hat der Herzog von Anjou die furchterlichſte Rache geſchworen. Der dem RKoͤnige geſpielte Betrug iſt bekannt, und Karl ſelbſt wuͤrde dem Schmiede eher verzeihen, als der kindiſchboſe Herzog.“
„Es wird uns auf Doucerepos moglich werden, ihn zu verbergen, dafuͤr laßt mich ſorgen,“ ſagte George d'Armevall. Jetzt aber draͤngt die Zeit; wir muͤſſen eilen.“
Der Oberſt ließ zwei ſeiner Soldaten abſteigen, und zwiſchen die Pferde an die Sättel ihre langen Maͤntel befeſtigen, ſo daß dadurch eine Art Hänge⸗
matte entſtand. Dahinein wurde Charlot gelegt,
und ſchwebend von den langſam in gleichem Schritt gefuͤhrten Pferden davon getragen. George d'Arme⸗ vall und Pierre Arbet machten es mit ihren beiden Gaͤulen auf gleiche Weiſe, und brachten den jungen Chretien Gaſtine eben ſo bequem fort. Nach einigen Stunden, noch ehe es Mittag war, langten ſie auf Waldpfaden an dem Schloſſe in einem maäßigen Thale an, durch welches die Thon floß, an deren ufern ſich die Mauern der einſamen, aber ſchoͤnen Beſitzung erhoben; einige Anhoͤhen deckten es von der vordern Seite, hinten war es von Wald um⸗ geben, und ganz iſolirt gelegen. Erſt einige tauſend Schritte weiter weſtlich lag das dazu gehoͤrige Dorf.
———
————


