Teil eines Werkes 
2. Theil (1831)
Entstehung
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mit Wald beſetzte Anhoͤhe, wo ſie die Kanonenku⸗ geln nicht mehr erreichen konnten.

Hier laßt uns den edlen Hauptmann unter⸗ ſuchen, ob er noch Leben in ſich hat, und ob wir hoffen duͤrfen, rief der Juͤngling ſeinem Begleiter zu, und dieſer hielt mit der theuern Laſt an. Jener war ſchnell vom Pferde, nahm ihm die blutige Buͤrde ab, legte ſie ſanft auf den Raſen am Fuße eines Baums und wollte dem Verwundeten die Kleider abſtreifen; aber in dem Augenblicke, als er die breite Lederkuppel des kurzen Schwertes loͤſte, ſank er ſelbſt, vom ſtarken Blutverluſt gaͤnzlich entkräͤftet,

ohnmaͤchtig daneben nieder.Treue Seele! ſagte

der Dritte ſehr geruͤhrt und wiſchte ſich eine Thraͤne aus dem ſchoͤnen Auge, uͤbergab dem Diener die Pferde und kauerte neben den beiden beſinnungsloſen Freunden. Er riß zuerſt dem Hauptmann das Le⸗ derkoller auf, und erblickte mit Schrecken, wie die Kugel unter dem rechten Arm die Bruſt durchbohrt hatte. Doch glaubte er noch Lebenszeichen an dem ſtark Verwundeten zu bemerken und ſuchte deshalb das noch immer leiſe hervorquellende Blut zu ſtillen. Der Diener hatte unterdeſſen die Pferde an einen Baum gebunden, und den ohnmächtigen Juͤngling ebenfalls entkleidet. Außer zwei ſtarken Kopfver⸗ letzungen hatte er einen Hieb uͤber den linken Arm und die Bruſt. Beide wurden nun ſo ſorgfältig als moͤglich verbunden, nachdem der Reiter die Wunden mit dem kuͤhlenden Morgenthau, der