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und bereits nach Mondesfriſt legte der alte Centurio die Hände der beiden Liebenden ſegnend in einander. Er that es mit den Worten:„Möge dieſer Bund eines ungariſchen Jünglings und eines ſerbiſchen Mäd⸗ chens von glückverheißender Vorbedeutung ſein für beide Völker, daß ſie ſich künftig nicht wieder in thörichtem Wahn und Haſſe blutig befehden, ſondern zum beider⸗ ſeitigen Segen in Frieden neben einander leben!“
Abermals war ein Frühling ins Land gegangen, als an einem ſchönen Sommernachmittage in der um⸗ grünten Veranda eines freundlichen Landhauſes, deſſen grüne Jalouſien weit hinausgrüßen über die im ſchön⸗ ſten Schmucke des Frühſommers ruhende Landſchaft, ein junges Ehepaar ſaß und ſich der erquickenden Aus⸗ ſicht erfreute, deren man von der Veranda aus genoß. In einiger Entfernung wälzte der ernſte Unterberg, in deſſen Innerem der deutſche Kaiſer träumt, harrend der Auferſtehung und Herrlichkeit des deutſchen Volkes, ſeine gewaltigen Maſſen zum blauen Himmel. Das junge Paar war Niemand anders als Edmund und Veronika, deren Herzensbund ebenfalls ſeit kurzem die kirchliche Weihe erhalten und welche die ſchöne Jahres⸗ zeit auf ihrem reizenden, unfern Salzburg gelegenen Land⸗


