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Acht Tage ſpäter ritt Graf Stephan in den Schloß⸗ hof von Bardy Caſtell. Man führte ihn nach dem fri⸗ ſchen Grabe der geſtorbenen Gräfin, welches in dem ſchönen Parke des Schloßgartens nach dem ausdrück⸗ lichen Wunſche der Heimgegangenen gegraben worden war.
„In friſcher kühler ungariſcher Erde“, hatte ſie ver⸗ ordnet,„ſoll meine Hülle ruhen, wo über ihr die Blätter rauſchen und im Frühling die Vögel ſingen, und nicht in dumpfer Familiengruft voll Moderduft und Verweſung. Ich folge da nur dem heiligen Bibelwort, welches ſagt: Du biſt von Erde und ſollſt wieder zu Erde werden. Die befreite Seele wohnt nicht in Grüften und Gräbern.“
Auch keinen Erdhügel durfte man nach dem Gebot der Verſtorbenen aufſchichten, noch eine ſchwere Steinplatte auf das Grab legen. Ein einfaches Blumenbeet, worauf im Sommer Roſen und Lebkoien blühen, hatte ſie ſich gewünſcht.
Lange weilte Graf Stephan in ſtiller Trauer bei dem Grabe. Dann ſprach er dumpf für ſich:„Glücklich die Todten!“
Von ihm erfuhren die Bewohner von Bardy Caſtell die nähern Einzelnheiten über die Unglückstage von Te⸗ mesvar und Vilagos. Stephan ſelbſt hatte ſich nicht mit ergeben, ſondern war mit einer Schaar treuer Huſaren als Schutzwache Koſſuth bis zur Grenze ge⸗
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