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Eine Thräne zitterte bei dieſen Worten in Veroni⸗ ka's Auge.
Smiljana küßte die kleine weiße Hand ihrer deut⸗ ſchen Freundin.
„Er ſteht ja“, tröſtete ſie,„in der Hand unſeres himmliſchen Vaters, und dieſer wird ſie ſchützend über ihn halten, ſchon um Deinetwillen, meine gute und liebe Veronika. Ich lebe der frohen Hoffnung, daß Du recht bald wieder mit ihm vereinigt ſein wirſt, um in Deine deutſche Heimat mit ihm zurückzukehren.“
Veronika ſchüttelte traurig das ſchöne Haupt.
„Hoffe, hoffe“, fuhr Smiljana fort,„es wird noch Alles gut werden.“ Dann griff ſie nach ihrer Guszlicza, welches Inſtrument an der blühenden Wand der Laube lehnte, und mit der Hand leiſe in den Saiten flüſternd, fragte ſie:„Darf ich Dir nicht eins unſerer Volkslied⸗ chen ſingen, die Du ſo gern hörſt?“
Als Veronika beiſtimmend nickte, tönten die Saiten der Guszlicza lauter, und Smiljana ſang, aber mehr re⸗ citativartig:
„An der Donau tiefem, kühlem Strome Saßen zechend dreißig edle Helden, Und den Wein credenzt ein ſchönes Mädchen. Wie ſie darreicht jeglichem den Becher, Faßt ein jeder, ſtatt des Silberbechers, Ihre weiße Hand, ſie zu umarmen.
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