Teil eines Werkes 
2. Band (1866)
Entstehung
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terhalten, macht er ein ſo zufriedenes Geſicht wie ein fleißiger Student nach einer profitablen Vorleſung. Oft iſt es zu ſpät, um noch ins Wirthshaus zu gehen,die Schmeichelkatz hat ihn wieder einmal aufgehalten. Von

dem Reſte ſeiner Löhnung kauft er ſich eine Blaſe voll Tabak und um drei Kreuzer Seifengeiſt für ſein Pferd. Ja, Seifengeiſt für's Pferd, das macht eine ſtarke Ru⸗ brik im Budget ſeiner Ausgaben. Heu und Hafer liefert das Regiment, aber davon allein wird kein Pferd ſtark und geſund. Es braucht Seifengeiſt für ſeine Glieder, und den bezahlt der Huſar aus ſeinem Beutel. Seifen⸗ geiſt für's Pferd iſt ſeine Leidenſchaft. Er möchte mit Gott ſchmollen, daß dieſer das Waſſer des Plattenſees nicht zu Seifengeiſt gemacht hat. Unlängſt bringt ein Huſarencorporal einen feindlichen Offizier nebſt Pferd gefangen ein. Der Oberſt will ihn dafür mit der Me⸗ daille ſchmücken, aber der Corporal wehrt ab.Es iſt noch zu früh', ſagt er;vielleicht nach der nächſten Schlacht; jetzt hätt' ich eine andere Bitt.Sprich ſie aus, mein Braver, ſagt der Oberſt.Geſtrenger 4 Herr Oberſt, einen Zwanziger zu Seifengeiſt für mein Pferd! Aber das Roß vergilt auch die Liebe ſeines Herrn. Es iſt gegen ihn ſo fromm und ſanft und

wieder ſo wild und unbändig, wenn der Trompeter auf

dem Schimmel zum Angriff bläſt. Wenn aber der