Teil eines Werkes 
2. Band (1866)
Entstehung
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tiefer Waldeinſamkeit. Leiſe rauſchte ein kühles Lüftchen in den Kronen der Fichten. Um ſich nicht zu verirren, wagte ſie ſich nicht von der Stelle. Etwas bänglich ſchlug ihr Herz in dieſer Verlaſſenheit. Da ſprangen wie mit einem Satze zwei wildausſehende Geſtalten aus dem Dickicht, und ehe die Ueberraſchte auch nur einen Schrei auszuſtoßen vermochte war ihr ein Tuch in den Mund gepreßt und vier nervige Männerarme trugen die völlig Wehrloſe, deren Sinne von einer Ohnmacht umdunkelt wurden mit eiligen Schritten durch den Wald.

Am Ende deſſelben angelangt, empfingen die hier gelagerten Walachen frohlockend die ſchöne Beute. Man warf ſich mit derſelben auf die Pferde und fort gings im raſenden Galopp nach der Gegend, wo man die übrige Cohorte zu treffen vermeinte.

Wenn dieſes nette Fröſchchen ſagte unterwegs Lupuj zu Petrowitſch,der Centurio nicht ſtattlich aus· löſt, bekommt er es mit mir zu thun.

Und mit mir ebenfalls, erwiderte der Serbe. Wir beide haben die erſten Anſprüche.

Der Centurio fuhr Lupuj fort,erſpart ſich jetzt ſogar einen Sturm auf Bardy⸗Caſtell, da es ihm haupt⸗ ſächlich um ein ſchönes Weib zu thun iſt. Nun, und unſer Püppchen läßt in dieſer Beziehung fürwahr nichts