Teil eines Werkes 
2. Band (1866)
Entstehung
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Nach einer Pauſe fuhr er fort:

Hätt es die Smiljana betroffen, die ſtille Spin⸗ nerin, ich würd' es ertragen haben, aber meine Aloyſia, mein Heldenkind! Doch ſie iſt meines Namens würdig geſtorben, das Schwert in der Hand. Ruft mir den Petrowitſch, daß er mir ihr ruhmvolles Ende nochmals erzähle. Petrowitſch war einer der wenigen Serben, die dem Blutbade von Jarovacz glücklich entkommen waren. Der Herbeigerufene mußte wohl zum zehnten Male dem lau⸗ ſchenden Centurio über den Tod Aloyſia's Bericht erſtatten. Jedes ſeiner Worte ſaugte Ranko begierig auf. Sein Blick leuchtete feurig auf, ſobald der Erzähler auf die Beerdigung des Mädchens zu ſprechen kam.

Während alle Andern, erzählte er,in den Flam. men umkamen, ward Deine Tochter feierlich beſtattet unter der Linde der heiligen Barbara. Ein ſchönes Auferſtehungs· plätzchen! Der Goldbach hält es kühl. Drei Salven roll⸗ ten donnernd über ihr Grab.

Sie ſoll ein Monument erhalten von Marmor und mit Goldſchrift, ſagte der Centurio,und eine Meſſe laſſe ich leſen für ihre Seele an jedem Johannistag; an einem ſolchen ward ſie mir vor achtzehn Frühlingen ge⸗ boren. Aber auf ihrem Grab ſoll zuvor zur Sühne ein ſchönes Weib ſterben, das dem Feinde angehört.