ſich unbeweglich und mit geöffnetem Munde des Sonnen⸗ ſcheins und der glühend heißen Luft. Die Hirten ſelbſt lagern um den dampfenden Keſſel, deſſen Feuer aus Mangel an Brennmaterial mit Schilf, trockenem Gras oder Miſt unterhalten wird. Gemüſe und Fleiſch, ein⸗ fache, aus Mehl bereitete Speiſen, Speck mit Paprika, Milch und Brei ſind die nahrhafte Koſt des Pußztenbe⸗ wohners. Iſt die nächſte Haideſchenke nicht allzufern, ſo reitet einer nach dem Steppenkrug, um den Kulacs zu füllen, der dann fleißig in die Runde geht. Nach dem Mittagsmahl wird geplaudert und geſcherzt Der Hirt liegt behaglich ausgeſtreckt, die vielgeliebte Pfeife ſchmauchend.
Es iſt zwei Uhr geworden. Die Heerden werden wieder auf die Weide getrieben.
Langſam bewegen ſich die Züge vorwärts. Die ein⸗ zelnen Trupps zerſtreuen ſich erſt, wenn die Sonne zu ſinken beginnt. Jetzt erwacht zum zweiten Male das Leben der Steppe. Die Heerden erhalten ihre Friſche wieder, die Schafe ſind wieder begierig im Abrupfen der ſpar⸗ ſamen Gräſer, die Roſſe werden munterer, die Gänſe verlaſſen das Waſſer, um Toilette zu machen, die Reiher und Störche erheben ſich und fliegen auf, und herzbrechend laſſen die Fröſche ihr langgezogenes und breitgetretenes Gequak vernehmen.
Mit dem Wechſel der Tageszeit ändert ſich auch


