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Es wird waffenlaut. Die Serben brechen hervor. Ihre Frauen und Töchter haben Sorge getragen, daß alle Thüren der Häuſer geöffnet ſind. Die im Schlafe über⸗ raſchten Magharen greifen nach ihren Waffen, man hat ſie verſteckt, überdies die Läufe der Flinten mit Heu verſtopft. Das Morden beginnt.
WMit wildem Geſchrei naht ſich auch ein Haufe, von Wukaſchin angeführt, dem Hauſe des Ranko.
Aloyſia vernimmt die nahenden Schritte. Sie ſinkt, dem Wahnſinn nahe, in die Kniee. Immer näher kommt das Geſchrei. Die Mörder dringen die Stiege herauf.
„Flieh, rette Dich“, ruft das Mädchen in Ver⸗ zweiflung, den Geliebten aus dem Schlafe rüttelnd, „man will Dich morden.“
Ladislaus ſpringt vom Lager, ſein Schwert iſt das Erſte, was er erfaßt, das Zweite die rothe Kappe. Von Blumen und Küſſen hat er geträumt und erwacht unter Schwertergeklirr.
„Flieh von hier“, ſchreit Aloyſia, ihr langes gelöſtes Haar fällt reich herab, das weiße Nachtgewand vermag die Reize ihrer Geſtalt nicht zu verbergen.
„Du biſt verrathen“, ruft ſie mit ſteigender Angſt, „flieh, flieh, folge mir.“
Es war zu ſpät. Die Thür fällt in Trümmer, rother Fackelſchein


