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erhellt grell das Gemach, wilde Geſtalten werden ſicht⸗ bar, Schwerter und Handſchare blitzen.
„Rührt ihn nicht an“, ruft Aloyſia, mit wahnſin⸗ niger Gewalt ſich zwiſchen die Waffen der Angreifenden werfend. Sie umſchlingt flehend ihren Oheim Wu⸗ kaſchin.
„Verdirb, elende Meineidige“, erwidert dieſer kalt und ſchleudert das Mädchen von ſich, daß es taumelnd zu den Füßen Ladislaus' ſtürzt.„Verdirb! Alle ſerbi. ſchen Frauen haben ihre Schuldigkeit gethan, nur Du haſt uns verrathen, die Du geſchworen.“
„Ich laſſe ihn nicht morden“, fuhr Aloyſia fort, den jungen Magharen mit ihrem Leibe deckend;„ich war wahnfinnig, als ich Euch ſchwur, ich bin wahnſinnig jetzt, wo ich Euch widerſtehe.“
„Elende“, riefen die Mörder,„verhülle Dein Ant⸗ litz und fliehe, daß Dich die Sonne nicht mehr beſcheine.“
„Nur über meine Leiche erreicht Ihr ihn!“
Damit kniete ſie nieder und ſtreckte ihre Arme ſchützend gegen den mordluſtigen Haufen.
„So fahre zur Hölle“, rief wüthend Wukaſchin, ſein Handſchar blitzte und traf das Herz der Jungfrau, die blutend zu Boden ſank.
Ladislaus, obſchon aus tiefſtem Schue aufgeſchreckt,
hatte gleichwohl ſeine Geiſtesgegenwart ſofort wieder⸗


