Teil eines Werkes 
2. Band (1866)
Entstehung
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Gefahr nicht zugeſtehen, vor welcher der alte Häuptling warnte. Dieſer aber entgegnete:Ihr kennt, junger Freund, dieſe zügelloſen Banden nicht. Ihr wäret ver⸗ loren, namentlich wenn man in Euch Wiener Flücht⸗ linge ausſpionirte. Seid Ihr auch ſicher, daß Ihr nicht vielleicht gar verfolgt werdet?

Eine Verfolgung, meinte Benno,könnte nur von einem Böſewichte herrühren, der uns in Wien ver⸗ rathen hat. Aber wie ſollte ihm die Richtung bekannt geworden ſein, die wir genommen! Um ſo unbekannt wie möglich zu bleiben, haben wir den langen Weg faſt immer zu Fuß zurückgelegt.

Wie dem ſei, verſetzte der Alte, dem die Beſorg⸗ niß noch immer nicht ſchwinden wollte,beſſer bewahrt als beklagt. Erquickt Euch mit Speiſe und Trank, aber dann unverzüglich nach Bakonh Bel.

Eine junge Zigeunerin hatte inzwiſchen das Mahl bereitet, und auch an einem Becher guten Erlauers war kein Mangel.

Ihr müßt mit Zigeunerkoſt vorlieb nehmen, ſagte der Häuptling,eine Wiener Küche iſt es freilich nicht.

Die Feuer waren erloſchen und tiefe Stille der Nacht auf das Lager herabgeſunken. Der gute Wamba hatte ſich's trotz ſeiner vorgerückten Jahre nicht nehmen laſſen, den Wagenlenker ſelbſt zu machen.