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läuten. Der Angriff begann diesmal von verſchiedenen Seiten. Bis zwölf Uhr wurde nur mit Geſchütz ge⸗ kämpft, dann aber rückten maſſenhaft die Sturmeolonnen vor. Ein fürchterlicher Kampf entſpann ſich vom Prater aus. Während man ſich hier mit Todesverachtung ſchlug, erfolgten noch Angriffe an andern Punkten. Der Glogg⸗ nitzer Bahnhof, von der polniſchen Legion vertheidigt, wurde nach außerordentlichem Widerſtande genommen. Auf der Landſtraße mußten viele Kanonen, meiſt ver⸗ nagelt, zurückgelaſſen werden, da die Munition zu Ende war. An der Nußdorfer Linie kämpften Robert Blum und die Seinen. Angriff und Vertheidigung waren hier ungemein hartnäckig. Es rang Mann gegen Mann.
Gegen fünf Uhr abends begann endlich die Stellung in der Jägerzeile, da die Flanken offen geworden, eine unſichere zu werden, und der Rückzug wurde angeordnet. Keine Hand breit wich man ohne die außerordentlichſte Gegenwehr. Jedes Haus ward zur Feſtung und zum Wahlplatze. Bajonett gegen Bajonett mußte oft der Rückzug gedeckt werden, der in guter Ordnung über die Ferdinandsbrücke nach der Stadt erfolgte. Die Kroaten wollten nachdringen, wurden aber von den Kanonen auf den Wällen zurückgeworfen.
Um acht Uhr abends trat eine eh des Kampfes ein. Während dreizehn Stunden war ein großer


