Teil eines Werkes 
1. Band (1866)
Entstehung
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ungemein groß. Zu gleicher Zeit brannten in dieſem Kampfrevier die große Zuckerfabrik, das ſogenannte Schwei⸗ zerhaus, die großartigen Dampfmühlen und bedeutende Holzlager, das rieſige Odeum, deſſen Dach einſtürzte und Hunderte von Verwundeten unter ſeinen Trümmern be⸗ grub. Alle Löſchverſuche waren vergebens. Mit ein⸗ brechender Dunkelheit zählte man vom Stephansthurm ſiebzehn aufſteigende Feuerſäulen. Der Kampf währte von früh ſechs bis nachts elf Uhr. Der Nordbahnhof ward erſt nach dreizehnſtündiger heldenmüthiger Vertheidi⸗ gung genommen.

Der 27. Oetober ging mit Ausnahme unbedeuten⸗ der Scharmützel ohne großen Kampf vorüber. Es ſchien, als ſänne der Fürſt Windiſchgrätz, der ſo verzweifelten Widerſtand nicht erwartet hatte, auf einen anderweiten Angriffsplan.

Am Morgen des 28. Oetober herrſchte rings ein dumpfes Schweigen. Dieſe Stille hatte etwas ungemein Unheimliches. Es war als wenn der Tag des ewigen Gerichts über die Stadt heraufziehe. Endlich wurde es waffenlaut. In der Stadt wurde in vielen Straßen das Granitpflaſter aufgeriſſen, um das Einſchlagen der Bom⸗ ben weniger gefährlich zu machen. Um zehn Uhr wir⸗ belten von neuem auf allen Seiten die Alarmtrommeln.

Von den Thürmen ertönte abermals allgemeines Sturm⸗