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befand ſich darum in der allergefährlichſten Lage. Hinter ſich das Heer der anſtürmenden Magharen und vor ſich die wohlverſchanzte und von fünfzig bis ſechzigtauſend Mann vertheidigte Hauptſtadt.
In dieſen verhängnißvollen Stunden erfüllte plötzlich unendlicher Jubel ganz Wien. An allen Straßenecken las man angeſchlagen:„Manifeſt der ungariſchen Na⸗ tion an den hohen conſtitutionellen Reichstag.“
Dieſes Doecument iſt für die Kenntniß der damaligen Sachlage zu wichtig, um hier nicht einen Platz zu ver⸗ dienen. Es lautete:
„Die ungariſche Nation, im heiligen Kampfe für ihre Freiheit und ihr gutes Recht gegen den in der Weltgeſchichte unerhörten Verrath der reactionären Ca⸗ marilla und ihrer eidbrüchigen Söldlinge begriffen, iſt von dem wärmſten Dankgefühl durchdrungen für die hel⸗ denmüthige Aufopferung der edlen Bewohner Wiens, womit ſelbe die Verſtärkung der Armee des Verräthers Jellachich zu verhindern ſich ſo glorreich erhoben haben. Die ungariſche Nation erklärt vor Gott und der Welt, daß ſie die Freiheit Heſterreichs ihrer eigenen Freiheit gleich achtet und zu deren Aufrechterhaltung gemäß den Wünſchen der öſterreichiſchen Nation nach Kräften beizu⸗ tragen ſtets zu ihrer heiligſten Pflicht rechnen wird. Die Gefahr iſt gemeinſchaftlich, die die Freiheit beider Na⸗


