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und daſſelbe zu zerſtören. Der Reichstag war jedoch nicht dafür und wurde hierin von dem Studentencomité unterſtützt. Man wünſchte jeden weitern Kampf zu ver⸗ meiden. Die Wiener Gutmüthigkeit ging ſogar ſo weit, die Soldaten des Lagers mit Lebensmitteln zu verſorgen.
Kaum waren zwei Tage ins Land gegangen, als eine neue Hiobspoſt die Gemüther der Wiener mit Entrüſtung und Beſorgniß erfüllte. Der Banus von Kroatien, den man weit draußen im Kampfe mit den Un⸗ garn glaubte, hatte plötzlich Kehrt gemacht und ſtand mit einem Male zwei Poſtſtationen von Wien. Er war von den Ungarn geſchlagen worden und hatte nur mit Brechung eines Waffenſtillſtands und der Aufopferung von zehntauſend Mann ſeine Armee vom Untergange gerettet. Der Reichstag ſchickte ſofort einen Abgeordneten an Jellachich mit der Anfrage, was dieſes Betreten deutſchen Bodens zu bedeuten habe. Der Banus erklärte, daß er nur im Intereſſe der Geſammtmonarchie handle und daß er nur ſeinem Kaiſer Rechnung abzulegen habe und nur von dieſem Befehle annehmen könne.
Der Reichstag ſchickte wiederholt Abgeordnete und Sendſchreiben, den Banus auf das Geſetzwidrige ſeines Verfahrens aufmerkſam zu machen. Dieſer ließ ſich in ſeinen Unternehmungen dadurch nicht im geringſten be⸗
irren. Die Kroaten entwaffneten die Dörfer in den Um⸗


