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wollen es für Euch ſein. Völker Oeſterreichs! Europa blickt mit Vewunderung auf uns, und die Geſchichte hat unſere Erhebung zur Freiheit unter ihre glänzendſten Thaten eingereiht. Bleiben wir uns ſelbſt getreul Halten wir unerſchütterlich feſt an der Achtung vor dem Geſetz, an der conſtitutionellen Monarchie, an der Freiheit! Gott ſchütze Oeſterreich!“
Während all dieſe Ereigniſſe die Bevölkerung noch aufs heftigſte erregten, machte der Commandant der Wiener Beſatzung, Graf Auersperg, den Behörden be⸗ kannt, daß er ſich genöthigt ſehe, ſeine Truppen auf einem militäriſchen Punkte zu concentriren. Dies geſchehe jedoch keineswegs aus irgend einer feindlichen Abſicht, ſondern lediglich um die Soldaten vor etwaigen fernern Angriffen ſeitens des Volkes ſicher zu ſtellen.
Wenn dieſe friedliche Kundgebung einerſeits die Gemüther beruhigte, liefen doch von andern Seiten um ſo bedrohlichere Nachrichten über das Verhalten dieſer Soldaten ein. Friedliche Bürger wurden inſultirt, miß⸗ handelt, beraubt, ſogar getödtet. Mehrere entſetzlich ver⸗ ſtümmelte Leichname hatte man in der Nähe des neu aufgeſchlagenen Lagers gefunden. Ein Entſetzensſchrei durchdrang Wien ob ſolcher Greuelthaten. Der demo⸗ kratiſche Verein beantragte, vom höher gelegenen Wiener⸗ berge einen Angriff auf dieſes Lager zu unternehmen


