Teil eines Werkes 
1. Band (1866)
Entstehung
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Als letztere der ungeduldigen Aula zu lange aus⸗ bleibt, beſchließt man eine zweite Abſendung von Depu⸗ tirten mit den beſtimmten Forderungen eines ver⸗ beſſerten Wahlgeſetzes. Zurücknahme des Tagesbefehls betreffs der Auflöſung des Centralvereins, daß ferner das Militär nur auf Verlangen der Nationalgarde aus⸗ rücken ſolle und daß die Burgwache von Militär und Nationalgarde zu gleichen Theilen beſetzt werde.

Auch Nationalgarden ſchloſſen ſich den deputirten Studenten an, um im Namen des Centralvereins zu ſprechen. Die Rieſenpetition ward zur Sturmpetition. Endlich bewegten ſich vierzigtauſend Bewaffnete, gefolgt von zahlloſen Volkshaufen, gegen die Hofburg.

In dem Hofraume ſtanden Grenadierbataillone und ein großer Theil der Generalität. Kanonen waren auf⸗ gefahren, daneben ſtanden Kanoniere mit brennenden Lunten. Die Feuerſchlünde waren nach dem Kohlmarkt gerichtet, von wo die Volkshaufen heranzogen.

Langſam rückten die Bataillone der Nationalgarde in den erſten Burghof und beſetzten alle Zugänge zur Kaiſerburg.

Während dies im Freien vorging, unterhandelten im Innern der Burg die beiden Deputationen, die ſich vereinigt hatten, mit den Miniſtern. Pillersdorf erkun⸗ digte ſich bei dem Befehlshaber der Bürgerwehr, ob die