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Schon iſt es tiefe Nacht, als Mitglieder des Cen- tralvereins in den Saal ſtürzen unter dem Rufe:„Man will uns mit Bajonetten auseinander treiben. Die Gar⸗ niſon rückt aufs Glacis, die Kanonen auf den Wällen werden geladen!“
Von der Straße herauf vernimmt man den Gene⸗ ralmarſch der Nationalgarde. Die Glocke des Vorſitzenden Goldmark reicht nicht mehr hin, die Ruhe herzuſtellen.
Es bedarf ſeiner gewaltigen Stimme und dämoniſchen
Perſönlichkeit, ſich Gehör zu verſchaffen. Goldmark ſchlägt Vertagung der Sitzung vor.
„Nein“ beſchließt die Mehrheit,„wir bleiben per⸗ manent, wir erwarten, was da immer kommen möge.“ Als bis Mitternacht kein Angriff ſeitens der bewaffne⸗ ten Macht erfolgte, ward die Sitzung aufgehoben. Auf den Straßen wogt das Volk auf und ab. Die Truppen haben die Baſteien beſetzt. Ein Theil lagert in den Gaſſen und auf freien Plätzen. Die Nationalgarde pa⸗ trouillirt durch die Stadt. Die Ruhe wird nicht weiter geſtört.
In der Mittagsſtunde des nächſten Tags läuft das Gerücht durch die Stadt, das Militär rücke aus, ſcharfe Patronen ſeien ausgetheilt, der Befehl zum Angriff gegeben. Alle freiſinnigen Conceſſionen ſollten zurückge⸗ nommen werden.
Das Militär rückt in der That aus den zeen


