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unſererſeits Mißtrauen zu erwecken. Ich hoffe indeß noch immer, der Confliet wird ſich friedlich löſen, ſobald man in Wien unſern ſo gerechten Wünſchen Rechnung trägt und aufrichtig dazu thut, die widerrechtliche Er⸗ hebung der Südſlawen energiſch niederzuſchlagen.“ „Aber, mein Gott, Iſtovan“ eiferte Graf Stanislaus,
„ſiehſt Du nicht, daß es für die Länge dem Kaiſerhofe
zur Unmöglichkeit wird, ein vollkommen ſelbſtſtändiges ungariſches Miniſterium, zumal was das Kriegsdeparte⸗ ment anlangt, ſich gefallen zu laſſen? Es iſt das ja eine factiſche Losreißung Ungarns von Oeſterreich und eine Conceſſion, die nur auf dem Wege der Ueberrum⸗ pelung in den erſten Tagen der ſich überſtürzenden Volks⸗ leidenſchaft dem Monarchen abgepreßt worden iſt. Das Wiener Cabinet kann das gegebene Kaiſerwort nicht halten, beim beſten Willen nicht, denn es iſt eine Exiſtenzfrage für Heſterreich. Den vereinigten Slawen gegenüber kann Oeſterreich nicht ohne Ungarn und dieſes nicht ohne jenes beſtehen, ſollen wir nicht in einem unabſehbaren Raſſenkampfe allerſeits zu Grunde gehen.“
„Heſterreich aber“, verſetzte Stephan,„ſcheint es vorzuziehen, mit den aufrühreriſchen Slawen gegen die Magharen als umgekehrt ſich zu verbinden.“
„Schweigen wir über dieſes unerquickliche Kapitel“, ſprach Graf Stanislaus unmuthig und fügte hinzu:


