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Edmund ſchüttelte ob dieſes wohlgemeinten Vor⸗ ſchlags den Kopf.„Nein, mein guter Vater“, ſprach er, „hier heißt es: Selber iſt der Mann! Ich muß ſelbſt hin, um nöthigenfalls dos theure Kind mit Gefahr meines Lebens zu ſchützen. Soviel ich weiß, rückt ein ungari⸗ ſches Heer nach jenen Gegenden, um Ruhe und Ord⸗ nung wiederherzuſtellen. Da finde ich ſchon Gelegenheit, Neuſatz gefahrlos zu erreichen, und für das Weitere wird der Himmel auch ſorgen. Doch ſagt mir, guter Vater, welcher Zweck liegt jener ſüdſlawiſchen Bewegung über⸗ haupt zu Grunde? Ich habe dies und jenes darüber ſprechen hören, bin aber, offen geſtanden, nicht recht klug geworden.“
„Es handelt ſich hier“, belehrte der geiſtliche Herr, „weniger um die Erringung einer humanen politiſchen Freiheit als um nationale Unabhängigkeit. Dieſe Süd⸗ ſlawen ſind ſtaatlich mit dem Königreiche Ungarn verei⸗ nigt. Das mißbehagt ihrem Stolze. Dazu kommt ihr tiefeingewurzelter Haß gegen Alles, was ungariſch und deutſch iſt. Der Hauptgrund aber bleibt ihre ihnen an⸗ geborene Mord. und Raubſucht. Auch die Kroaten und Slawonier haben ſich, angeblich um ihre Nationalität zu behaupten, gegen die Magharen erhoben und ſind in deren Gebiet eingebrochen. Der Ban Jellachich ſteht ſelbſt an der Spitze dieſer kroatiſch⸗ſlawoniſchen Bewe⸗


