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dann ſprach er:„Wenn dieſe Zuſtände auch nur zur Hälfte Wahrheit enthalten, fühle ich mich doppelt ge⸗ drungen, meiner Miſſion getreu zu bleiben, und da hier Gefahr im Verzuge, werde ich, ſobald der Morgen graut, aufbrechen und einen längern Beſuch auf dem Martinsberge bis zu meiner Heimkehr verſchieben.“ Nach einer Pauſe ſetzte er hinzu:„Ob unter obwaltenden Umſtänden meine zwei Begleiter mir folgen werden, muß ich ihrem eigenen Ermeſſen anheimſtellen. Zureden kann ich auf keinen Fall, im Gegentheil.“
Mit Wehmuth, aber zugleich nicht ohne Wohlge⸗ fallen betrachtete der Greis den jungen Mann.„Wie ſchmerzlich es für mich iſt“, ſprach er,„Euch eine ſo gefahrvolle Reiſe unternehmen zu ſehen, ſo kann ich Euren edlen Zweck nur ehren. Es fragt ſich aber, ob hier nicht ein Mittelweg ausfindig zu machen iſt, um das Mädchen in Sicherheit zu bringen, ohne daß Ihr Euch ſo bedenklichen Gefahren ausſetzt. Wie ich ſicher weiß, ſind die Städte von Mordbanden bis jetzt verſchont ge⸗ blieben, ſo auch Neuſatz. Wie wäre es, wenn wir für Veronika ein Aſyl in Peterwardein ausfindig machten, wo ſie unter dem Schutze der Beſatzung vollkommen geſichert wäre, bis der Sturm vorüber? Ich kenne meh— rere Familien daſelbſt, wo das arme Kind die liebe⸗ vollſte Aufnahme finden würde.“


