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Qualen durchmachen, die den Uebergang vom Leben zum Tode künſtlich verlängern; gleich jenen rühmen ſie ſich ihrer Schandthaten und ehren ihre Helden in ihren Hen⸗ kern. In Dorozlo wurde ein maghariſcher Greis in ſeiner Wohnung aufgegriffen und mit zahlloſen Wunden bedeckt an den weißen Haaren auf die Straße geſchleppt und an einen Pfahl gebunden, und in dieſem Zuſtande lebte der Unglückliche drei volle Tage, bis ſeine Wunden einen üblen Geruch verbreiteten, was endlich die Un⸗ menſchen um ihrer ſelbſt willen veranlaßte, den Ster⸗ benden zuſammenzuhauen. Ein altes Weib wurde zehn Tage lang auf die raffinirteſte Weiſe gefoltert, dann mit Händen und Füßen ans Kreuz geſchlagen, das Kreuz aber ſo gerichtet, daß das Auge der Sterbenden den glühendſten Sonnenſtrahlen ausgeſetzt blieb. In Neu⸗ Verbaß wurde eine deutſche Familie, Großvater, Vater und zwei Enkel, zu gleicher Zeit geſpießt, in Vopravaz eine Mutter mit ihrem Säuglinge bei langſamem Feuer geröſtet. In Szirez wurden Zungen ausgeriſſen, Augen ausgeſtochen, Leichen aus den Gräbern geworfen und Le⸗ bende dafür hineingelegt.“*)
Mit Schaudern hatte Edmund zu Ende geleſen;
*) Sämmtlich geſchichtliche Thatſachen, wie ſie ſeinerzeit in den ſerbiſchen und maghariſchen Tagesblättern zu leſen.


