Teil eines Werkes 
1. Band (1866)
Entstehung
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gung. Obſchon nun der Kaiſer dieſen Friedensbruch entſchieden mißbilligt und auch ein Manifeſt dagegen erlaſſen hat, gibt es doch in der Wiener Hofburg auch Leute, welche dieſes feindſelige Auftreten der Südſlawen gegen die Ungarn nicht mit ungünſtigen Blicken betrach⸗ ten, weil man letztern infolge ihrer dermaligen oppoſi⸗ tionellen Haltung gegen Oeſterreich ſelbſt nicht traut. Leſt nur die jetzigen Verhandlungen auf dem unggriſchen

Landtage, dieſe zündende Beredtſamkeit eines Koſſuth,

und Ihr werdet es dem Wiener Kabinet gewiß nicht verargen, wenn es mit gerechter Beſorgniß erfüllt iſt. Ueberhaupt, mein Sohn, ſehe ich, was die nächſte Zu⸗ kunft unſeres guten Ungarnlandes anlangt, ſehr ſchwarz. Die Gewitterwolken ziehen ſich immer drohender zuſam⸗ men. Gebe der Himmel, daß meine trüben Ahnungen mich betrogen haben! Aber ich bezweifle es. Für Dich, mein Sohn, fuhr der Greis nach einer Pauſe fort,da Dein Entſchluß, nach Neuſatz abzureiſen, unwiderruflich iſt, will ich, ſoviel in meinen ſchwachen Kräften ſteht, gern thun, was Dir vielleicht von Nutzen ſein kann. Der Pater Joſeph begab ſich mit dieſen Worten wieder nach ſeinem Cloſet und kehrte mit einem Fut⸗ teral zurück, worin ſorgfältig ein Papier verſchloſſen war. Bewahre dies Document ſorgfältig, ſprach er, und ſollteſt Du auf Deiner Reiſe irgend einer der