Teil eines Werkes 
3. Band (1857)
Entstehung
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nur um in der Reſidenz bleiben zu dürfen; aber Frau Arnheim zuckte mit den Achſeln.

Ihr wißt, ſprach ſie,worüber Papa einmal entſchieden, das ſteht bei ihm ſo feſt und iſt ſo unan⸗ taſtbar, wie ein unterſchriebener Wechſel. Da iſt er reiner Zahlenmann. Außerdem glaube ich aber auch, daß wir es der Ehre unſerer Familie ſchuldig ſind, wenn wir unſer Haus nicht zu Rendezvvus reicher

Wiüſtlinge mit unſerm Dienſtperſonale hergeben und

alſo einen ſchicklichen Ausweg ſuchen, dieſem Skan⸗

dal aus dem Wege zu gehen. Und nach reiflicher

Ueberlegung bleibt allerdings keine andere Aushilfe,

als daß wir uns eine Zeitlang auf unſern Landſitz

zurückziehen; hoffentlich, daß unſer Eril nicht zu

lange dauern wird, da die zärtlichen Paſſionen des

Herrn Grafen in der Regel nicht von langer Dauer

ſind. Ich bin überzeugt, daß, ſobald Alphons keine

Gelegenheit mehr findet, unſerer Demviſelle den Hof zu machen, ihm bald die Zeit lang und er ſich nach einem andern Gegenſtande ſeiner Neigung umſchauen

wird. Dann ſind auch wir erlöſt und kehren ſofort

ins Leben zurück. Wenn wir alsdann Marien aus

unſeren Dienſten entlaſſen, ſo fällt das nicht auf,

und kann ſich der Graf dadurch im geringſten nicht verletzt fühlen und wird es nicht.