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nur um in der Reſidenz bleiben zu dürfen; aber Frau Arnheim zuckte mit den Achſeln.
„Ihr wißt,“ ſprach ſie,„worüber Papa einmal entſchieden, das ſteht bei ihm ſo feſt und iſt ſo unan⸗ taſtbar, wie ein unterſchriebener Wechſel. Da iſt er reiner Zahlenmann. Außerdem glaube ich aber auch, daß wir es der Ehre unſerer Familie ſchuldig ſind, wenn wir unſer Haus nicht zu Rendezvvus reicher
Wiüſtlinge mit unſerm Dienſtperſonale hergeben und
alſo einen ſchicklichen Ausweg ſuchen, dieſem Skan⸗
dal aus dem Wege zu gehen. Und nach reiflicher
Ueberlegung bleibt allerdings keine andere Aushilfe,
als daß wir uns eine Zeitlang auf unſern Landſitz
zurückziehen; hoffentlich, daß unſer Eril nicht zu
lange dauern wird, da die zärtlichen Paſſionen des
Herrn Grafen in der Regel nicht von langer Dauer
ſind. Ich bin überzeugt, daß, ſobald Alphons keine
Gelegenheit mehr findet, unſerer Demviſelle den Hof zu machen, ihm bald die Zeit lang und er ſich nach einem andern Gegenſtande ſeiner Neigung umſchauen
wird. Dann ſind auch wir erlöſt und kehren ſofort
ins Leben zurück. Wenn wir alsdann Marien aus
unſeren Dienſten entlaſſen, ſo fällt das nicht auf,
und kann ſich der Graf dadurch im geringſten nicht verletzt fühlen und wird es nicht.“


