Teil eines Werkes 
3. Band (1857)
Entstehung
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hatte. Marie, deren natürlicher Verſtand den Abſtand zwiſchen ihr und einem reichen Grafen nur zu gut durchſchaute und deren Herz den ſo unzweideutigen Huldigungen nicht das Geringſte zu erwiedern hatte, befand ſich in der peinlichſten Lage. Wiederholt hatte ſie gebeten, ſobald der Herr Graf erſcheine, daß ſie ſich entfernen dürfe. Auch war man vonſeiten der Fräuleins dieſem Wunſche recht bereitwillig nachge⸗ kommen; aber ſobald Marie fehlte, fühlte ſich Alphons wie in einer Einöde. Er überſchüttete alsdann die zwei Fräuleins derart mit Liebenswürdigkeiten, daß ſie oft ganz irre wurden, aber ſtets ging ſeine Ab⸗ ſicht dabei nur dahin, daß Marie erſcheine und die Geſellſchaft theile.

Da der Marie vonſeiten Joſephinens und Ma⸗ riannens auf ſehr unzarte Weiſe zu erkennen gegeben worden, daß es nur eine gewiſſe natürliche Koket⸗ terie ſei, deren ſie ſich bediene, um dem Grafen intereſſant zu erſcheinen, ſo wußte das arme Kind ſchließlich gar nicht mehr, ob ſie dem Grafen über⸗ haupt noch eine Antwort geben ſolle oder nicht. Aber auch die größte Einſilbigkeit ſchreckte den feurigen Liebhaber nicht ab, ſie machte ihm den Gegenſtand ſeiner Neigung nur intereſſanter.

Am meiſten hatte Marie ſtets zu leiden, ſobald

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