Teil eines Werkes 
3. Band (1857)
Entstehung
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ſich der Graf entfernt hatte und ſie der Spottſucht des Schweſternpaares allein ausgeſetzt war. Bei ſol⸗ chen Szenen artete das Benehmen der hochgebil⸗ deten Fräuleins nicht ſelten in Gemeinheit aus. Es fielen Ausdrücke und Redensarten, wie man ſie nim⸗ mer bei Damen höherer Bildung hätte erwarten ſollen. Marie erhielt nur zu bald den Spottnamendie Gräfin, und die boshaften Bemerkungen, welche das Schweſternpaar an dieſen Namen knüpfte, wa⸗ ren ſo tief verletzend, daß die arme ſchuldloſe Marie nur mit Thränen zu antworten vermochte.

Du wirſt uns doch auch einmal nach Neuhaus einladen, ſprach eines Tages Marianne, als der Graf wieder in ſehr auffallender Weiſe Marien den Hof gemacht hatte.

Neuhaus hieß die ſchöne Beſitzung des Grafen.

Es muß ſich da herrlich reſidiren als Frau Grä⸗ fin, fügte Joſephine ſpottend bei,der umwohnende Adel wird Augen machen, ſeinen auserwählten Kreis auf dieſe Art bereichert zu ſehen.

Man ſieht doch, fuhr Marianne fort,was aus dem Menſchen werden kann. Ich werde künf⸗ tig auch Gellert deklamiren. Man kann nichts beſſeres thun, um ſein Fortüne zu machen.

Hätten wir, ſprach Joſephinebei unſerer De⸗