189
Bei dieſen bedenklichen Worten hätte ſich Hor⸗ nickel fürs Leben gern umgewendet, wenn er nicht auf der einen Seite von Strichelius, auf der ande⸗ ren von James wäre zurückgehalten worden. Man vernahm jetzt deutlich das Wetzen eines Meſſers. Dem auf ſeinem Drehſtuhle poſtirten Hornickel ward dabei nicht wohl zu Muthe.
„Ich verlange ſofortige Auskunft,“ frug er,„was man mit dem Meſſer beabſichtigt? Ich proteſtire im voraus gegen jedwede Unterſuchung, die mit einem Meſſer irgendwie in Verbindung ſteht.“
„Ohne einige herzhafte Schnitte in die Ratte,“ erwiederte Fidelis mit Ruhe,„wird ſich die Legiti⸗ mität des Thieres nicht herausſtellen laſſen.“
„Halt,“ ſchrie Hornickel,„ich laſſe nicht ſchnei⸗ den; bedenken Sie zum Satan, daß ich die Ratte bin. Wer die Ratte aufſchneidet, ſchneidet mich an.“
Das verdächtige Meſſerwetzen kam immer nã⸗ her und preßte dem, dem es galt, allmälig Angſt⸗ ſchweiß aus. Hornickel wollte durch einen energiſchen Ruck ſeine bedrohte Rückſeite in Sicherheit bringen, ward aber von kräftigen Fäuſten daran verhindert.
„Und wenn das ganze Königreich zum Kukuk geht, ich laſſe nicht ſchneiden.“
Keine Antwort. Das Wetzen ſchien jetzt in un⸗


