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an das offene Fenſter, durch welches die milde Früh⸗ lingsnacht hereinwehte. Sie ſchaute ſchweren Herzens hinab in den parkartigen Garten. Die Ruhe der atur that ihr wohl. Der Jasmin duftete und von Zeit zu Zeit zog ein weicher Nachtigallton durch das Dunkel. Die Sterne der Heimat grüßten auch hier. Von Zeit zu Zeit ſänſelte ein leichter Nachtwind über die Gipfel der Bäume, als wolle er Strauch und Blumen zur Ruh' einfächeln.— Wie wohlthu⸗ end die Stille der Nacht ſie berührte, fühlte Marie ſich doch recht einſam und verlaſſen.
„Ach,“ ſeufzte ſie,„hab' ich denn niemand, der ſich meiner erbarmt? In dieſer großen, geräuſchvollen Stadt, wie eilen da die Leute geſchäftig hin und wieder. Alle ſcheinen nur mit ſich beſchäftigt und achten nicht eines armen beklagenswerthen Kindes, das ſich in dieſer Menſchenwüſte nicht zurechtfinden kann. Und ſelbſt das heilige Schauſtück, das Ein⸗ gebinde des Himmels, Religion und Glanben wollen ſie mir rauben, indem ſie es für eine Münze aus⸗ geben, die allen Werth verloren habe.“
Dieſer letzte Gedanke ſtimmte Marien wieder recht traurig, daß ſie bang ſeufzte und ihrem umdü⸗ ſterten Geiſt ſich die Zukunft immer dunkler geſtal⸗ tete— da, in dieſer Prüfungsſtunde des Lebens—


