Teil eines Werkes 
2. Band (1857)
Entstehung
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Jugendzeit, ſ

Gellert? rief Joſephine und wollte ſich vor Lachen ausſchütten,das iſt einzig!

Sie ſprang auf, um die große Nenigkeit Mutter und Schweſter zu verkünden.

Marie begriff gar nicht, warum das Fräulein von ſo ungemeiner Heiterkeit ergriffen wurde Der fromme Dichter wohnte ſo tief in ihrem Herzen, er hatte ſie ſo oft durch ſeine Lieder erquickt und ge⸗ ſtärkt, er ward darum von ihr ſo hoch verehrt, daß ſie durchaus keinen Grund für das Benehmen Ma⸗ riannens finden konnte. Sie entſann ſich aus ihrer ſoweit ſie zurückzudenken vermochte, daß Gellert auch allen andern Leuten, die ſie hatte ken⸗ nengelernt, als ein hochwürdiger und hochverdienter Mann gegolten.

Während ſie noch über die ſoeben erlebte, un⸗ begreifliche Szene nachſann, ſprang die Thüre auf und auch Marianne kam heiter herein und wollte ſich nicht zufriedengeben, daß Marie den Gellert zu ihrem Lieblingsdichter erwählt habe.

Aber, Mädchen, rief ſie einmal über das an⸗

dere,welch ein Geſchmack! Den Gellert findet man

ja kaum noch in der Leihbibliothek. Ich bedarf wegen ſeiner auch der Leihbibliothek nicht, erwiederte Marie,ich beſitze ihn ſelbſt.