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gelegenen Städtchen, wo eine Fahrgelegenheit wartete, das Geleit gab, der neuen Beſtimmung entgegen.
Das Abſchiednehmen befreundeter Seelen iſt an einem ſchönen Morgen, wo alles lacht und zur Freude aufmuntert, nicht ſo drückend und beengend, wie in jenen Stunden, wo ſich die Abendſchatten über die Thäler legen. Abſchiedsthränen am Morgen, obſchon ſich dieſelbe Liebe in ihnen ſpiegelt, ſind andere, als die im Abenddunkel fallen.
Marie gelangte wohlbehalten in der Reſidenz an und ward von dem weiblichen Theile der Familie Arnheim, namentlich was die beiden Fräuleins an⸗
belangte, recht freundlich empfangen, was dem al⸗ leinſtehenden Mädchen ungemein wohlthat. Ihr Auge glänzte voll freudigen Dankes. Ein ſolches zwang⸗ loſes Entgegenkommen hatte Marie von den vorneh⸗ men Fräuſeins nicht erwartet. Sie gelobte ſich daher im Stillen, alles aufzubieten, um ſich die Zufrie⸗ denheit der Schweſtern und ihrer Fran Mutter zu erwerben und zu erhalten. Leider war beides nicht ſo leicht, als Marie anfangs gehofft hatte. Das erſte, was die Fräuleins an der Pachterstochter aus⸗ zuſetzen hatten, betraf ihre ganz einfache Kleidung, die gegen die glänzenden Toiletten der gefallfüchti⸗ gen Fräuleins allerdings auffallend abſtach. Man


