Teil eines Werkes 
2. Band (1857)
Entstehung
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ſtend herüber, das Abendläuten legte ſich ſo beſänf⸗ tigend an das Herz der Frauen, daß der Frieden Gottes herabſank mit ſeinem Troſte und ſeiner himm⸗ liſchen Kraft.

Marie hatte die Hand ihrer Mutter ergriffen⸗

Weißt Du, Mutter, ſprach ſie,was mich tröſtet und ſtärkt, denn ich könnte es ja ſonſt nicht ertragen? es iſt der Gedanke, daß es Gottes Wille iſt, der uns trennt, und daß unſer himmliſcher Vater ja auch dort wohnt, wo ich morgen einkehren ſoll!

Bleibe Ihm getren, meine Tochter, verſetzte zuſtimmend die Mutter,lege Dein Schickſal in Seine Hand und Er wird Dich wunderbar bewahren! Sie drückte die Hand ihrer Tochter und flüſterte halblautt

O, glaube mir, es iſt kein Wahn, Millionen haben es erfahren:

Wer Ihm nur wahrhaft zugethan,

Den thut Er wunderbar bewahren.

Nie trog Sein treues Vaterherz;

Er hat ja immer Wort gehalten,

Ruf d'rum getröſtet himmelwärts:

Wer nur den lieben Gott läßt walten!

Bereits am andern Morgen wanderte Marie an der Seite ihrer Mutter, die ihr bis zum unfern