Teil eines Werkes 
2. Band (1857)
Entstehung
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zweite Stelle zu beſetzen war und zwar eine weibliche. Die beiden Töchter Arnheim's hatten nämlich in Erfahrung gebracht, daß es vornehm und ihrem Stande gemäß und eben darum wünſchenswerth ſei, wenn ihnen eine Geſellſchafterin gehalten würde, die zugleich ihren Befehlen unterworfen und zu leichten Dienſtleiſtungen verwendet werden könnte. Marianne und Joſephine trugen ihrer Frau Mutter dieſe An⸗ gelegenheit vor, indem ſie klugerweiſe einige Bei⸗ ſpiele von bekannten adeligen Familien namhaft machten. Das war für Frau Arnheim genug, um dem Wunſche ihrer Töchter zu willfahren. Deßglei⸗ chen war der Bankier bald für eine Geſellſchafterin gewonnen und ſo war auf Empfehlung des Predigers Hanke der Vertrag mit Marien abgeſchloſſen worden.

Armes Kind, Du ahnteſt nicht, in welch eine bewegte, geräuſchvolle aber arme Welt Du aus Dei⸗ nem Frieden und Deinem Himmel verſetzt werden ſollteſt. Eine beſcheidene Wieſenblume, beglückt durch einen Thautropfen, ſollte verpflanzt werden unter ſtolze Tulpen und Rarziſſen, die allein deßhalb prang⸗ ten, um die Augen bewundernder Beſchauer auf ſich zu ziehen.

Mutter Margareth und Marie ſaßen noch lange unter der alten Linde. Der Abendſtern ſchien ſo trö⸗