Teil eines Werkes 
1. Band (1857)
Entstehung
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drohenden Verräthers erkaufen? Habt Ihr Euch an fremdem Eigenthume vergriffen?

Meine Seele iſt rein von dieſen Verbrechen.

So ſprach Hornickel, in etwas weniger vertraulichem Tone.

Habt Ihr Euch in demagogiſche Umtriebe eingelaſſen und fürchtet die Entdeckung?

Ich war ſtets guter Royaliſt.

Nun, zum Henker, fuhr Hornickel ungeduldig heraus,wie heißt denn das Vergehen, ſo Ihr Euch habt zu Schulden kommen laſſen?

Ich weiß von keinem.

Von keinem?!

Ich ſprach ja nur von einem Geheimniß.

Hornickel'n war an einem bloßen Geheimniß weniger gelegen. Er hatte auf ein Vergehen, wo⸗ möglich auf Mord und Brandlegung gehofft. Gleich⸗ wohl frug er:Worin beſteht dieſes Geheimniß?

Aber, Herr Hornickel

Stumm, wie's Grab.

Nachdem Strichelius den Wucherer noch eine Zeitlang auf der Folter der Neugier geröſtet hatte, ſprach er endlich:Ich wollte meiner Frau zu ihrem Geburtstage eine Freude machen.

Darin beſtand das große Geheimniß. Hornickel